Burgen und Schlösser

Im Flecken Lauenau befinden sich zwei Schlösser und eine Burg. Alle 3 Herrensitze sind bewohnt und deshalb für Besichtigungen nicht zugänglich.

Direkt hinter dem heutigen Fleckenmuseum liegt das Schloss Münchhausen, auch Schwedesdorf genannt, welches Otto von Münchhausen von 1596 bis 1600 erbauen ließ. Otto von Münchhausen war zu der Zeit Drost auf dem Amtsschloß (Wasserburg) und errichtete das Schloss als sein Wohnhaus. Der sechseckige Treppenturm wurde 1606 nachträglich angebaut. Der dreigeschossige Bau im Stil der Weserrenaissance ist seitdem ununterbrochen im Besitz der Familie von Münchhausen.

Auf dem Areal von Schloss Meysenbug war mindestens seit 1499 das Lehnsgut der Familie Zerssen. Nach deren Aussterben wurde das Gut 1828 an die Familie Rivalier von Meysenbug übertragen. Diese lies das alte Schloss 1867 abreißen und im englischen Tudorstil neu errichten. Auch heute noch wird das Schloss von der Familie Rivalier von Meysenbug bewohnt.

Die Wasserburg wurde zwischen 1190 und 1200 von den Welfen Heinrich dem Löwen erbaut. Ursprünglich diente sie als Grenzfestung zur Abwehr der Schaumburger. Während der Hildesheimer Stiftsfehde eroberten die Schaumburger die Burg und ließen diese Grenzfestung schleifen (abreißen). Dabei halfen die Lauenauer und wurden später vom Schaumburger Fürst mit der Verleihung der Fleckenrechte belohnt. Erst zwischen 1565 und 1572 ließ der Schaumburger Fürst Graf Otto IV die Burg im Stil der Weserrainessance wieder aufbauen. Hier war die Amtsverwaltung des vormaligen Amtes Lauenau untergebracht, bis 1859 die Verwaltung nach Springe verlegt wurde und an den Landkreis Springe überging. Das Schloss und die dazugehörigen Ländereien wurden bis 1962 als Domäne verpachtet. Seitdem ist das Schloss in privatem Besitz und wird nun vom heutigen Besitzer Christoph Brenneisen bewohnt. Traurige Bekanntheit erlangte die Wasserburg vor allem dadurch, dass 1694 die Prinzessin Sophie Dorothea von Hannover für ein halbes Jahr hier in Untersuchungshaft festgehalten wurde. Ihr wurde eine Liebesaffäre mit dem Grafen Philipp Christoph von Königsmarck nachgesagt. König Georg I. trennte sich von ihr und als Strafe wurde sie bis zu ihrem Tod in Ahlden festgehalten, was ihr den Namen “Prinzessin von Ahlden” einbrachte.

Weitere Details erfahren Sie bei einem Besuch des Fleckenmuseums.